Sunday, 24 March 2013

Strickanleitung Babyschuhe "Zehen-Monster"

Für diese Babyschuhe eigenet sich am besten weiche Microfaser mit einer Lauflänge von ca 130m auf 50g (zB LANG Omega)

Gestrickt werden die Schuhe mit Nadelstärke 3, das Bündchen mit Nadelstärke 2.5

Die Schuhe werden von unten (Sohle) nach oben (Bündchen) gestrickt.

Für die Sohle 38 Maschen anschlagen und alle Reihen rechts stricken (=Krausrippe).

In jeder 2. Reihe wie folgt Maschen aufnehmen:

2. Reihe: 2M, +1M, 16M, +1M, 2M, +1M, 16M, +1M, 2M
4. Reihe: 3M, +1M, 16M, +1M, 4M, +1M, 16M, +1M, 3M
6. Reihe: 4M, +1M, 16M, +1M, 6M, +1M, 16M, +1M, 4M
8. Reihe: 5M, +1M, 16M, +1M, 8M, +1M, 16M, +1M, 5M
10. Reihe: 6M, +1M, 16M, +1M, 10M, +1M, 16M, +1M, 6M

Die 11. Reihe rechts, die 12. Reihe links und die 13. Reihe wieder rechts stricken. (auf der Vorderseite erscheinen diese Reihen als "links")

Zur ersten Kontrastfarbe wechseln und über 6 Reihen glatt rechts stricken, beginnend in der 14. Reihe mit rechts. Zur nächsten Kontrastfarbe wechseln und noch 2 Reihen glatt rechts stricken, anschliessend mit der Abnahme beginnen.

22. Reihe: 24M, *1M rechts abheben, 1M stricken und die abgehobene M überziehen (=1 Überzug), noch 1 Überzug stricken, 2M stricken, 2x 2 M rechts zusammenstricken*, 24M
Rückreihe alle M links.
24. Reihe: 22M, von * bis * wiederholen, Rückreihe wieder alle M links

Zur nächsten Kontrastfarbe wechseln.

26. Reihe: 20 M, von * bis * wiederholen, Rückreihe wieder alle M links
28. Reihe: 18 M, von * bis * wiederholen, Rückreihe wieder alle M links
30. Reihe: 16 M, von * bis * wiederholen, Rückreihe wieder alle M links

Für das Bündchen entweder wie im Bild zur Farbe der Sohle wechseln - oder einer weiteren Kontrastfarbe. Mit Nadelstärke 2.5 im Bündchenmuster (2re, 2li) 14 Reihen stricken und in der 15. Reihe alle M abketten.


Für die Augen links und rechts zwei Knöpfe festnähen und die Zähne aufsticken. Anschliessend den Schuh auf der Rückseite verdeckt vernähen. Achtung - den Bündchenteil so vernähen, dass die Naht an der Aussenseite liegt und durch das Umklappen des Bündchens verdeckt wird.

Sunday, 20 January 2013

Gestrickte Hülle für Digtalkamera

Ich fotographiere gerne und viel. Früher hatte ich eine Spiegelreflexkamera - doch seit mein Sohn auf der Welt ist, schleppe ich tagsüber, auf Ausflügen, Wanderungen und Reisen schon genug Zeug mit mir herum - eine umfangreiche Kamerausrüstung mit Tele-, Weitwinkel, Makro und Normalobjektiv geht sich da nicht mehr aus. Ausserdem war es schon früher so, dass auf der Prioritätenliste erst der Urlaub und erst dann die Kamera stand. Bedeutet im Klartext: Sand auf und in Linse, Objektiv etc.

Seit einigen Jahren fotographiere ich also mit kompakten Digitalkameras - klar muss man Abstriche machen, aber sie sind halt praktischer - haben überall Platz und sind schnell zur Hand. Wo wir auch beim Thema wären - den Geschwindigkeitsvorteil einer Kompaktkamera durch ein (Multi-)Reisverschluss Etui aufzugeben sah ich nie wirklich ein. Urlaub kommt immer noch vor Kamera und so hat vermutlich Karibischer Sand das Leica-Objektiv meiner letzten Kamera so blockiert, dass der Focus die Rente eingereicht hat. Bei der neuen Kamera hab ich mir vorgenommen, doch etwas aufzupassen - ich hab mir also dazu entschieden eine "Handy-Socke" für meine Digi-Cam zu stricken.


Zutaten:
wie immer Reste aus Sockenwolle (6fädig) und Stricknadeln Nr 3



Die benötigte Maschenanzahl hängt natürlich vom Umfang der Kamera ab - meine hat 17cm  und ich habe mit 30 Maschen begonnen. Pro halben Zentimeter Abweichung würde ich 2 Maschen mehr bzw. weniger anschlagen.

Der Boden der Hülle wird wie folgt gestrickt - immer mit rechten Maschen in der Hauptfarbe, sodass sich ein Rippenmuster ergibt:

1. Reihe: alle Maschen stricken
2. Reihe: 2 M, + 1 M zunehmen, 12 M*, + 1 M zunehmen, 2M, + 1 M zunehmen, 12M, + 1 M zunehmen, 2M
3. Reihe: alle Maschen stricken
4. Reihe: 3 M, + 1 M zunehmen, 12 M*, + 1 M zunehmen, 4M, + 1 M zunehmen, 12M, + 1 M zunehmen, 3M
5. Reihe: alle Maschen stricken
6. Reihe: 4 M, + 1 M zunehmen, 12 M*, + 1 M zunehmen, 6M, + 1 M zunehmen, 12M, + 1 M zunehmen, 4M
7. Reihe: alle Maschen stricken

* wenn der Anschlag nicht 30 Maschen beträgt, die Differenz / 2 hier berücksichtigen. Beispiel: wenn der Anschlag 32M beträgt, 13M stricken, wenn er 26M beträgt, 10M stricken


Die 8. Reihe mit der ersten Kontrastfarbe (schwarz in meinem Muster) glatt rechts stricken.

Anschliessend nach folgendem Farb-Muster weiterarbeiten. Die untersten 3 Reihen werden so gestrickt, dass an der Vorderseite die Maschen links erscheinen - damit erreicht man, dass sich die Hülle dann später von selbst etwas in einen rechten Winkel biegt.


In der Hauptfarbe weiter glatt rechts bis zur gewünschten Höhe stricken. Dann einen weiteren cm glatt rechts stricken, dann eine Reihe linke Maschen und nochmals 1cm rechte Maschen stricken und abketten. Durch die linke Masche ergibt sich eine kleine Falte, sodass die Umbruchkante schön gleichmässig ausfällt.

Das fertige Strickstück dämpfen, damit die Arbeit glatter und das Farbmuster gleichmässiger wird. Nun den Umbruch am oberen Ende festnähen, Seiten- und Bodennaht schliessen. Wenn die Kamera zu locker sitzen sollte, kann man in den Umbruch eine Häkelschnur oder Kordel einziehen.

Friday, 18 January 2013

Geschoppte Strickmütze mit extra-breitem Bund

Es ist Winter und bei den alpinen Damenschirennen holt man sich schon die eine oder andere Inspiration. Etwas gegen den allgemeinen Trend der extradicken Wollmützen kleidet sich Lindsey V. Dankenswerter Weise ist die Sportlerin oft in Großaufnahme bei Interviews zu sehen, sodass man bequem die Maschenfolge nachzählen kann.

Zutaten:
2 Knäuel 6fädige Sockenwolle
1 Rest Kontrastfarbe (kann auch dickere Mützenwolle sein)
Nadelspiel Nr 5



Pro Nadel 20 Maschen anschlagen (= 80 Maschen). Die erste Reihe 1 rechts, 1 links stricken. Dann im Muster 4 rechts, 4 links ca 11cm stricken. Nach belieben Kontrastfarbe einstricken - in meiner Mütze wäre das jede 12. Reihe 1 Reihe in Kontrastfarbe.
Die Mütze ist für einen Kopfumfang von ca 56cm geeignet - bei größerem Kopfumfang lieber insgesamt 90 Maschen anschlagen und das Bündchenmusser in 4 rechts, 5 links stricken.

Die nächsten 7cm glatt rechts stricken, danach mit der Abnahme beginnen. Hierfür wie folgt stricken:
  • 1 Reihe jede 6. Masche rechts zusammenstricken
  • 6 Reihen stricken
  • 1 Reihe jede 5. Masche rechts zusammenstricken
  • 5 Reihen stricken
  • 1 Reihe jede 4. Masche rechts zusammenstricken
  • 4 Reihen stricken
  • 1 Reihe jede 3. Masche rechts zusammenstricken
  • 3 Reihen stricken

Den Faden abtrennen, durch die verbleibenden Maschen fädeln (mit einer stumpfen Nadel oder Häkelnadel) und die Kappe fest zusammenziehen. Alle Fäden auf der Rückseite vernähen.

Den Rest der Wolle für den Bommel verwenden - wer mehr Bommels anfertigt sollte in ein "Pompon-Set" investieren. Dies enthält normalerweise Plastikscheiben in verschiedenen Größen, die nicht nur viel stablier als selbstgebastelte Karton-Scheiben sind, sondern das Bommel-Wickeln auch wesentlich einfacher und schneller machen.

Saturday, 12 January 2013

Gestrickte Kniestrümpfe für Outdoor-Stiefel


Ich liebe meine Outdoorstiefel - der Fußteil ist gummiert und somit voll wasser- und matschdicht, ich kann also problemlos damit durch den heurigen, verregneten Winter stapfen (eher plantschen...) und bleibe trocken. Leider wiegen die Teile gefühlt 3 kg pro Schuh und sitzen ziemlich weit - mit normalen Socken ergibt sich schon auf dem Weg von und zur Schule eine Blase, mit der man problemlos eine mehrstündige Bergwanderung vorheucheln könnte. Snowboard-Kniestrümpfe stoßen ebenfalls rasch an ihre Grenzen, es muss was selbstgestricktes her.

Die Zutaten:

Nadelspiel 3.5 sowie ca 200g 4-fädige Sockenwolle. Da es dicke Kniestrümpfe werden sollen, verwende ich die Sockenwolle doppelt. Für dieses Paar habe ich 100g dunkelbraune Wolle mit 100g pink-gemusterter Wolle kombiniert. Wie immer verarbeite ich auch hier ein paar Reste - hier im Bündchen lila-pink-orange Sockenwolle

Der Plan:
Da ich mit verschiedenen Farben und Mustern arbeite, stricke ich mit zwei Nadelspielen, sodass ich die einzelnen Abschnitte gleich hintereinander stricken kann. Ich kann mich nicht nur besser erinnern, sondern auch besser einschätzen, wieviel Wolle ich noch benötige und notfalls einen farblichen Akzent in einer anderen Farbe einbauen, wenn es knapp nicht reichen sollte. Das Muster des Wadenteils ist so gewählt, dass Schien- und Wadenbein/Ferse durch ein Rippenmuster zusätzlich verstärkt werden - die Stiefel sind sehr weit und dadurch verspreche ich mir mehr Halt und ein besseres Tragegefühl. Andererseits jedoch passen die Stiefel von der Schuhgröße her ziemlich genau - ich kann also nicht den gesamten Strumpf mit doppelter Wolle stricken, sonst tun mich noch die Zehen weh - den vorderen Fußteil muss ich also "normal" mit nur einem Wollfaden stricken.

Das Bündchen:

Für den Strumpf-Schaft 64 Maschen anschlagen (16 je Nadel) - dies entspricht einer Schuhgröße 37/38. Für andere Größen in einer Standard-Größentabelle eines Socken-Buches nachschlagen und pro Nadel +4 Maschen rechnen.

1 Reihe braun, 1 Reihe pink, 1 Reihe braun in glatt rechts (Mini-Rollrand)
Nun 36 Reihen in Halbpatent stricken, dabei abwechselnd  1 Reihe braun 1Re-1Li , dann * 1 Reihe pink in Patent (Umschlag und rechte Masche der Vorrunde abheben, linke Masche normal stricken), 1 Reihe braun - hierbei den Umschlag und die abgehobene Masche der Vorreihe rechts zusammenstricken *  und von * bis * wiederholen - mit einer braunen Reihe enden.

Der Wadenteil:

Hierfür die beiden Wollfäden nicht mehr abwechselnd stricken, sondern mit doppeltem Faden arbeiten. Für die Wade die Reihen 1- 4 aus dem Strickmuster wiederholen. Den zweiten Strumpf gegengleich stricken, sodass das Zopfmuster jeweils an der Aussenseite der Wade liegt. Für größere bzw. kleinere Schuhgrößen das Rippenmuster entsprechend reduzieren bzw. verlängern.
Für das Zopfmuster das 1. Kreuzen nach 6 Reihen vornehmen, die weiteren Kreuzungen alle 8 Reihen.

Nach 12 Reihen pro Nadel 1 Masche abnehmen - hierfür die an das Rippenmuster angrenzende links gestrickte Masche mit der letzten/ersten Masche des Rippenmusters zusammenstricken.

Noch 3x in jeder 12. Reihe pro Nadel 1 Masche abnehmen. Wenn die neben dem Rippenmuster liegenden linken Maschen verbraucht sind, innerhalb des Rippenmusters die Maschen zusammenstricken = 12 Maschen pro Nadel = 48 Maschen.

Bis zur gewünschten Strumpflänge weiterstricken - in meinem Fall 20cm excl. Bündchen. Die letzte Kreuzung des Zopfmusters dabei oberhalb des Knöchels vorsehen, damit es zu keiner Druckstelle kommt.

Mit 4 Reihen Rippenmuster ringsherum enden.


Die Ferse:
Ich stricke am liebsten die Bumerang-Ferse. Hierfür über die hinteren beiden Nadeln (24 Maschen) die Ferse mit der Aufteilung 8-8-8 in linken Maschen arbeiten, zwei Reihen komplett über alle Nadeln stricken und mit 8-8-8 - ebenfalls linke Masche aussen - enden.

Der Fußteil:
4 Reihen linke Maschen, dann 4 Reihen rechte Maschen stricken. Danach kann einer der beiden Fäden stillgelegt werden und man strickt mit nur einem Faden den Fußteil fertig.

Die Spitze:
Wenn der Fußteil den kleinen Zeh erreicht hat, kann mit der Abnahme für die Spitze begonnen werden. Hierfür wie folgt stricken:
1 Reihe jede 4. Masche zusammenstricken
4 Reihen stricken
1 Reihe jede 3. Masche zusammenstricken
3 Reihen stricken
1 Reihe jede 2. Masche zusammenstricken
2 Reihen stricken
1 Reihe jeweils 2 Maschen zusammenstricken



Den Faden durch die verbleibenden Maschen fädeln, zusammenziehen und alles vernähen.

Saturday, 15 December 2012

Gehäkelte Chalk-Bag

Die Geschichte zu diesem Projekt beginnt mit dem alljährlichen Wichteln bei uns im Büro, bei dem ich ausgerechnet "den Neuen" zugelost bekommen habe. Nach etlichem Kopfzerbrechen, was man dem netten Kollegen denn nun wichteln könnte, wenn man gerade mal nur seinen Namen kennt, stellten seine Büroabschnittsgefährten den sachdienlichen Hinweis: er klettert!

Da ich selber schon seit einiger Zeit auf der Suche nach einer individuellen Chalk-Bag bin, entschloss ich mich kurzerhand mal so ein Teil zu probieren und den ersten Praxis-Test meinem Wichtel zu überlassen.


Die Zutaten:

2 Knäuel Wolle (50 % Schurwolle - 50 % Polyamid, 55m Lauflänge)
Häkelnadel Nr 5 (damit das Teil etwas kompakter wird)
Stoffrest (hier grauer Vlies, mit dem ich sonst Winterkappen füttere)
Nähseide
sowie idealerweise eine Nähmaschine


Man beginnt mit dem Boden der Chalk-Bag: 3 Luftmaschen anschlagen und in die 1. Luftmasche 13 Stäbchen häkeln. Hierbei erst 4 Stäbchen in Farbe 1, dann 3 Stäbchen in Farbe 3 und die restlichen 6 Stäbchen wieder in Farbe 1. Die Runde mit einer Kettmasche in die 3. Anfangsluftmasche schliessen.

Die weiteren 3 Runden jeweils mit 2 Luftmaschen beginnen, mit einer Kettmasche beenden und wie folgt zunehmen:

Reihe 2: in jedes Stäbchen der Vorrunde zwei Stäbchen häkeln.
Reihe 3: in jedes 2. Stäbchen der Vorrunde zwei Stäbchen häkeln
Reihe 4: in jedes 3. Stäbchen der Vorrunde zwei Stäbchen häkeln

Den Farbwechsel dabei von der Vorrunde übernehmen, die nicht benötigen Fäden dabei entweder hinter der Arbeit locker! kreuzen (sieht nachher eh keiner) oder mithäkeln.

Ab hier weiter ohne Zunahme:

1 Reihe feste Maschen, anschliessend Stäbchen häkeln, bis die gewünschte Höhe erreicht ist (ca 12 cm - kann aber auch höher sein)

Beim Farbwechsel hierbei um 1 Masche versetzt häkeln, sprich: auf die 1. Masche in Farbe 2 noch eine Masche in Farbe 1 häkeln und auf die 1. Masche in Farbe 1 noch eine Masche in Farbe 2.

Je nach Höhe der Chalk-Bag und der vorhandenen Wolle, eventuell noch eine Abschlussreihe in Farbe 2 häkeln.

Für die Karabiner-Schlaufe 3 - 5 Kettmaschen (kommt drauf an, wie breit die Schlaufe gewünscht ist) horizontal in die Bag häkeln und in diese Kettmaschen ca 6-8 Reihen feste Maschen häkeln. Die Schlaufe dann wieder mit Kettmaschen an der Bag anhäkeln, dabei darauf achten, dass die Schlaufe nicht eng an der Bag anliegt sondern der Karabiner bequem einhakt werden kann.

Für die Kordel die Wolle doppelt nehmen und ca 30 - 40cm Luftmaschen häkeln.

Für das Futter nun ein rechteckiges Stück aus dem Stoffrest schneiden: Breite = Höhe der Chalk-Bag plus 6-8cm, Länge = Umfang der Chalk-Bag plus 3-4cm
Für den Boden die Chalk-Bag am einfachsten auf den Stoff stellen und rundherum mit ca 1cm Abstand ausschneiden. Selbstverständlich könnte auch ein Zirkel verwendet werden, den ich nicht habe :)

Das rechteckige Stück nun an den runden Boden nähen. Anschliessend den Tunnelzug für die Kordel nähen, dafür ca 2cm des oberen Randes umschlagen und festnähen. Achtung: da der Stoff wie auf dem Foto die Chalk-Bag von oben verschliesst, ist nun die "linke" Seite aussen. Der Umschlag sollte also auf die entgegengesetzte Seite der Bodennaht erfolgen. Nun noch die Seitennaht schliessen, hierbei aber nur ca 12cm nähen und die verbleibende Seite offen lassen.

Das Futter in die Chalk-Bag einsetzen und den Boden an zwei Stellen mit der Chalk-Bag fixieren, damit dieses  beim Gebrauch nicht nach oben rutschen kann. Der "offene" Seitenrand sollte dabei an der Stelle platziert werden , an der nachher die Kordel-Enden liegen sollen. Dann die Kordel einziehen, hierbei zuerst von aussen durch die zweitoberste Stäbchenreihe ziehen, dann durch den Tunnelzug und ca 1-2 Stäbchen versetzt von hinten wieder nach vorne.

Abschliessend muss der obere Rand des Futters mit der Chalk-Bag von Hand vernäht werden. Einfach geht es, wenn man sich den Rand mit Stecknadeln auf der richtigen Höhe markiert




Sunday, 25 November 2012

Gestrickte Kinder-Fäustline


Für Kinderfäustlinge lassen sich ausgezeichnet Reste von bunter Sockenwolle verarbeiten. Die Wolle ist sehr abriebfest und fusselt so nicht so stark - auch nicht nach mehrmaligem Waschen.

Die Fäustlinge sind für einen 6jährigen gestrickt.
Nadelstärke 3.5

Anschlag 4x 8Maschen = 32M
3R glatt rechts für einen kleinen Rollrand, anschliessend 24R 2re-2li.

Weiter gehts mit 1R glatt rechts, dabei pro Nadel 2 M zunehmen (in der Mitte der li-Rippen) = 40M

Nun die Zunahme für den Daumen:
*1R glatt rechts, danach auf 1. und 4. Nadel 1 M zunehmen (zwischen der 4. und der 5. M auf der 1. Nadel, bzw. zwischen der 5. und 4.-letzten M auf der 4. Nadel)*. Noch 3x von * bis * wiederholen (= 48M), dann 3R glatt rechts

Nun die ersten 4M von der 1. Nadel und die letzten 4M von der 4. Nadel auf eine Hilfsnadel legen. (= 8M)
Über die verbleibenden 40M 24 Runden glatt rechts stricken.

Dann in der nächsten Runde mit der Abnahme für die Fingerspitzen beginnen:
*3 M stricken, die 4. und die 5. M zusammenstricken* - von * bis * bis zum Ende der Runde wiederholen. 4R glatt rechts stricken.
*2 M stricken, die 3. und 4. M zusammenstricken* und von * bis* bis zum Ende der Runde wiederholen.
3R glatt rechts stricken.
*1 M stricken, die 2. und 3. M zusammenstricken* und wieder von * bis * bis zum Ende der Runde wiederholen.
2 R glatt rechts stricken,
anschliessend eine Runde stricken, in der immer 2 Maschen zusammengestrickt werden.

Den Faden abschneiden, durch die verbleibenden Maschen ziehen und zusammenziehen.

Für den Daumen mit 3 Nadeln arbeiten. Die 8M von der Hilfsnadel auf 2 Nadeln verteilen, mit der 3. Nadel entlang der Öffnung zum Fäustling 4 Maschen aufnehmen. Dann 12 Reihen glatt rechts stricken, dann eine Runde stricken, in der immer 2 Maschen zusammengestrickt werden. Den Faden abschneiden, durch die verbleibenden Maschen ziehen und zusammenziehen.

Anschliessend alle Fäden vernähen.

Thursday, 8 November 2012

Gestrickte Handytasche mit Norweger-Stern

Mein Mann hat ein neues Handy, das es zu schützen gilt. Um meine Finger während meines laufenden Mega-Projektes etwas aufzulockern (Hüftlange Norweger-Strickjacke in Sockenwolle mit Nadelstärke 3.5!) habe ich also gestern die Aktion "Handysocke" gestartet.

Man braucht dafür Wollreste - ich hab 6-fädige Sockenwolle und einen Rest Weiss verwendet, beide Reste lassen sich mit Nadelstärke 3.5 stricken.

Für dieses Handy habe ich 40 Maschen angeschlagen und nach ca 4cm mit dem Norweger-Stern begonnen. Der Startschuss für das Muster sollte so gewählt sein, dass der Stern mittig platziert auf dem Handy platziert ist - bei Nadelstärke 3.5 und mittelfestem Stricken misst das Muster ca 5cm.

Dieses kleine Projekt hätte sich eigentlich hervorragend als Einstiegsarbeit für meine Norwegerjacke geeignet, nur leider bin ich erst nach Fertigstellung des Rücken- und der Vorderteile darauf gekommen. Um sicher zu sein, dass die fertige "Socke" auch bereit genug ist, strickt man nach ca 1cm erst mal nur die halbe Reihe, wickelt das Teil um das Handy und nimmt Maß.

Für den Norweger-Stern musste ich leider aufgrund immer noch nicht einsetzender Stricktechnik auf meinen Strick-Fingerhut zurückgreifen - ein nettes Teil, dass zwar einerseits hilft, die beiden Fäden getrennt zu halten, andererseits die Fadenspannung gen Null reduziert und man zwangsläufig die Fäden in kunstvoller Wickelarbeit um die Finger schlingt, damit man halbwegs ein gleichmässiges Strickbild erhält.

Zur Fertigstellung strickt oder näht man das untere Ende der Socke sowie das Seitenteil bis auf ca 2cm zusammen. Anschliessend wird das obere Ende umgeschlagen und rückseitig festgenäht, sodass sich ein ca 1cm breiter Tunnel ergibt, durch den man einen Einziehgummi "zieht". Die Gesamtlänge des Gummis ebenfalls mit dem Handy abmessen, damit im fertigen Werk das Handy zwar nicht herausrutschen kann, allerdings man Anrufe auch tatsächlich vor Aktivierung der Mailbox entgegennehmen kann. Den Einziehgummi wahlweise zusammennähen oder verknoten und die offenen Seitennähte verschliessen.